Getestet: Webkurs von Makerist + Gewinnspiel

Heute möchte ich euch mein erstes eigenes Webstück zeigen welches ich mit Hilfe eines Webkurses von Makerist.de gefertigt habe.  

"Jetzt webt die auch noch..." So oder so ähnlich war die Reaktion in meinem Bekanntenkreis als neulich die Frage über Hobbys aufkam. Ja ich gestehe, ich bin ein Kreativ-Suchti. Gerade was Handarbeiten betrifft, möchte ich am liebsten alles ausprobieren. Ganz oben auf meiner Liste stand das Weben mit einem Webrahmen. Überall verfolgten sie mich, wunderschöne handgewebte Wandbehänge. Auf Pinterest und Instagram bewunderte ich stundenlang diese Prachtstücke, staune über die verschiedesten Wollearten die eingearbeitet worden waren, die geometrischen Muster und fand das jedes Webstück ein ganz besonderes Einzelstück ist.
Genau so etwas wollte ich auch an meiner Wand haben. An Wolle/resten mangelt es bei mir eindeutig nie, ein Webrahmen war schnell gekauft und zu meiner großen Freude verkündete Makerist ein paar Tage später, das es von nun an einen Webkurs auf ihrer Webseite zu buchen gäbe.
Yessss! 
Wer jetzt denkt  "Also ich hab' schon im Kindergarten gewebt, dafür brauche ich doch keinen Handarbeitskurs" dem soll gesagt sein, dass der Kurs wirklich eine riesengroße Menge an Episoden bereit hält. 

Hier mal kurz zusammengefasst, was er in den  11! Episoden alles beinhaltet:

  • wie du den passenden Webrahmen findest
  • wie du einen Webrahmen bespannst
  • wie du Fransen arbeitest
  • wie du den Faden ansetzt und das Weben beginnst
  • wie du Farben wechselst
  • wie du mit Nadel und Schiffchen webst
  • wie du Texturen einwebst
  • wie du grafische Muster webst
  • wie du das Webstück abschließt 

Es ist wirklich alles sehr gut erklärt und man arbeitet sich, quasi gemeinsam, mit der Trainerin von unten nach oben durch. Man kann entweder das selbe Webstück wie sie nacharbeiten oder man gestaltet es sich nach seinen eigenen Vorstellungen selbst.
Ich habe das Meiste genau wie im Kurs nachgearbeitet, manche Schritte aber übersprugen und an anderen Stellen eigefügt. 

Farbwahl und Entwurf

Als erstes habe ich mir Wolle rausgesucht die ich nutzen wollte.
Dann habe ich mehrere Skizzen ausprobiert. Beides habe ich auf Papier gebracht.



Rahmen bespannen 

Dann bespannte ich den Webrahmen. Im Kurs wird das sehr gut erklärt und auch auf die verschiedensten Webrahme eingegangen.



 Los gehts

Und dann fing ich einfach an. Wie gesagt, man häkelt von unten nach oben und der Kurs ist so aufgebaut, dass ersich von leichtem weben zu etwas anspruchsvolleren Weben steigert. Dabei ist aber immer alles genau erklärt und man kommt gut mit.




Rückansicht (die Fäden werden zum Schluß vernäht)
 

Manche Muster probierte ich aus, entfernte sie dann jedoch wieder wie die graue Schurwolle auf dem Bild zum Beispiel





Nachdem ich mit dem Webstück fertig war, nahm ich noch einige perlen zum verzieren und zur Aufhängung einen gebogenen Ast
  
 
Und nach ein paar Stunden war er auch schon fertig! Mein erster selbstgewebter Wandbehang, nicht perfekt aber ein ganz besonderes Einzelstück ♥ ❤♥ 




Es hat sehr viel Spaß gemacht und ging wirklich gut von der Hand.
Ich kann also jedem der sich für das Thema selber weben interessiert den Webkurs von Makerist  empfehlen.

Gewinnspiel:

Zusammen mit Makerist.de verlose ich bis 30.03.2016 (15.00Uhr) 1x mal den oben genannten Webkurs, alles was ihr dafür tun müsst ist: 

  • Folge mir via Bloglovin oder Bloc-Connect
  • Schreibe mir in die Kommentare, wieso du den Kurs unbedingt gewinnen möchtest 
Für eine doppelte Gewinnchance könnt ihr auch auf Instagram teilnehmen

Viel Glück 

Alles Liebe eure Madame Fux 

Aus dem Wollekorb geplaudert Teil 2

HIER geht's zu Teil 1
In diesem Teil möchte ich euch heute noch erzählen, wie ihr eure Puppe/Kuscheltiere/Amigurumis beweglich machen könnt und ihnen eine schöne Wangenröte in`s Gesicht zaubert. Außerdem erzähle ich euch, welche Möglichkeiten ihr habt euch selbst das Häkeln beizubringen.

 Beweglichkeit
Um eure Amigurmis mehr "Lebendigkeit" zu verpassen, könnt ihr einige Materialien nutzen um sie beweglich zu machen.

Möchte ich meinen Puppen und Co vollbeweglich, dann ist meine erste Wahl Draht. Da sich dieser etwas dickere Draht mit einer normalen Schere nicht schneiden lässt, braucht ihr demzufolge natürlich auch einen Seitenschneider/Drahtschere. Zum verbiegen des Drahtes eignet sich eine Rundzange. Beides bekommt ihr im Bastelgeschäft oder auch günstig über's Internet.
Wenn ich das Innere meiner Puppen mit Draht fülle, häkle ich zu allererst die Beine, den Rumpf und die Arme. Anschließend forme ich den Draht und füge ihn in den Körper ein. Das Füllen mit Watte mache ich erst nachdem der Draht im Körper ist.
Anfangs wird euch das noch nicht so leicht von der Hand gehen, mit der Zeit bekommt ihr aber ein Gefühl dafür. 

Eine andere Möglichkeit mehr Beweglichkeit ins Spiel zu bringen ist Pfeifenputzer. Pfeifenputzer doppelt nehmen, wer mag kann diesen noch mit Wolle umwickeln (meistens spart man sich dann auch gleich das Stopfen mit Watte) und in Arme und/oder Beine einfügen.


rosiger Teint:

Ganz oft werde ich gefragt, wie ich denn die "Bäckchen" meiner Amigurumis so schön rosig bekomme als ob sie Rouge tragen würden.
Ganz einfach: Sie tragen Rouge *lach*

Ich nehme das Rouge mit einem Wattestäbchen auf und verstreiche es auf die gewünschte Stelle. Das Selbe mache ich mit Wachsmalfarben, Ölkreide oder wenn es permanent (waschfest) sein soll auch mit Textil(stempel)farbe (nicht im Bild).
Ihr könnt wirklich alles nutzen, sogar Filzstifte funktionieren. Optional könnt ihr aber auch z.B. aus rosa Filz kleine Kreise schneiden und diese im Wangenbereich annähen/kleben.
  
Bücher, Videos und Co

Hat man niemanden in seinem Freundes und Bekanntenkreis der einem das Häkeln beibringen kann ist das überhaupt nicht schlimm. Es gibt unzählige Möglichkeiten das Häkeln autodidaktisch zu erlernen. Nur Mut, es ist, auch wenn es anfangs vielleicht etwas komplitziert schein, eigentlich sehr leicht.

Bücher:
Es gibt unzählige Bücher die einem das Häkeln Schritt für Schritt erklären. Am besten ihr schaut einfach mal in der Bücherrei oder im Buchhandel nach, welches euch am Besten zusagt.
Ich nutze lange Zeit : 1x1 kreativ Häkeln: Das große Einsteigerbuch Topp Verlag

Videos:
Wer mit Büchern nicht klar kommt, kann auch Videos schauen.
EliZZZa vom Youtube Kanal Nadelspiel macht meiner Meinung nach die allerbesten Lehrvideos. 
Es gibt aber auch Handarbeitsschulen im Netz wie z.B. Makerist.de . Dort könnt ihr ebenfalls viele Videos zum Thema häkeln finden + sogar passende Materialboxen bestellen.

Pinteres & Co:
Auch das www bietet unendlich viele Möglichkeiten das Häkeln zu lernen und passende Anleitungen zu finden. Fragt Tante Googel z.B. nach kostenlosen Häkelanleitungen für Anfänger, stöbert auf Pinterest, sucht auf Dawanda oder Etsy nach Anleitungen. 

Zeitschriften:
Es gibt auch am Kiosk um die Ecke richtig tolle Zeitschriften zum Thema Häkeln. Meistens sind im hinteren Teil auch nochmal alle wichtigen Maschen die ihr zum nacharbeiten der Anleitungen braucht erklärt.
Sehr gerne mag ich die Simply Häkeln, ich finde das ist eine der tollsten Häkelzeitschriften die es momentan im Handel gibt.

 Simply Häkeln/simply Häkeln Amigurumi
So das war nun erst einmal das Wichtigste zusammengefasst. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen ein wenig weiterhelfen und wünsche euch nun ganz viel Spaß beim häkeln.
Falls ihr noch Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Alles Liebe eure Madame Fux 

Otto, mein Neuer ❤

Darf ich vorstellen: 
das Umpf (ein Seeleheilchen)


In meinem Fall ist das Umpf ein Er und heißt Otto. Aber was ist ein Umpf eigentlich, wieso hat es so große Ohren und überhaupt, was kann es denn außer unglaublich putzig aussehen??

Keine Sorge, die Erklärung kommt sofort:


*{Das Umpf (Anima medicus) ist ein äußerst umgängliches Wesen aus der Familie der Zyklopen innerhalb der Ordnung der Seelenheilchen. Es hält sich vorwiegend in verschlossenen Einweckgläsern auf und verharrt mit schier grenzenloser Geduld, bis der Besitzer seiner Hilfe bedarf; dies ist überwiegend der Fall, wenn dem Homo sapiens die Worte fehlen oder er derer zu viele (geschluckt) hat und sie dringend loswerden muss. Das Umpf verfügt über relativ große Ohren und ein dickes Fell, um Ärger und Unmut vollständig aufnehmen zu können. Der Besitzer eines Umpfs spricht, jammert, heult, flüstert, knurrt, kreischt, brüllt, nuschelt oder zischt sein Ungemach in ein bewohntes Glas und verschließt es anschließend sorgfältig. Der Homo sapiens ist alsdann erleichtert und tut dies nicht selten mit einem Laut kund, der wie "Oomph" oder "Umpf" klingt, wodurch das Seelenheilchen zu seinen Namen kam.} *Text und Idee von Die Krümelmonster AG

Und jetzt sagt mir bitte: Können wir nicht alle ein Umpf gebrauchen? Ich bin der Meinung in jedem Haushalt sollte es mindestens 1 Umpf geben!




Erschafferin dieser herzigen Wesen ist Kirstin Wrage . Ich hatte das große Glück es aus einem (Handarbeits-) Wanderpaket zu fischen welches einge tolle Instamäuse und ich gerade am laufen bzw wandern haben .
Ich mag es unglaublich arg und finde auch die Idee dahinter wirklich toll; es erinnert mich an die Wesen aus den Geschichten von Walter Moers und wer mich schon ein wenig länger kennt, der weiß dass ich jedes Buch aus Zarmonien verschlungen habe.
Auch der Fuchsjunge hat Otto schon einiges ins Glas geflüstert und ich bin mir sicher, dass hier zum Geburtstag vom Fuchs noch ein weiteres Umpf einziehen wird.
Wenn auch ihr ein Umpf euer Eigen nennen möchtet, dann schaut doch mal in Kirstins Bauchlädchen vorbei.




Habt einen schönen Freitag 

Alles Liebe eure Madame Fux

Aus dem Nähk... pardon, Wollekorb geplaudert - Teil 1

Wie bereits auf Instagram angekündigt möchte ich euch heute ein wenig in die Welt des Häkelns einführen. Da ich eine Niete im mich kurzfassen bin der Post etwas zu lang werden
würde, werde ich diesen in 2 Teile splitten.
In diesem Teil geht es um das Materlial & Zubehör
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Dieser Post richtet sich größtenteils an alle Häkelneulinge aber vielleicht findet sich trotzdem für den ein oder andere der bereits häkeln kann noch ein nützlicher Tipp. 

Vorneweg , Maschen werde ich in diesem Beiträgen nicht erklären, ich denke dafür findet man im www wirklich eine Menge Material. Wo genau ihr danach suchen könnt erläutere ich in Teil 2 .

So, dann würde ich mal sagen "Los geh's!"


Must Haves
Was brauche ich?


1. Wolle / Garn

Welches Garn ihr für den Anfang wählt, hängt natürlich von eurem persönlichen Geschmack ab.
Meine erste Wahl in Sachen häkeln ist pure Baumwolle. Baumwollgarn gibt es entweder matt oder glänzend (dieses nennt sich dann mercerisierte Baumwolle).
Aus Baumwolle lässt sich vieles häkeln (Amigurumis, Topflappen, Decken, Kleidung etc), sie lässt sich problemlos waschen und macht ein schönes Maschenbild.
Ich habe mich schon durch etliche Marken durchgetestet, mein Favorit jedoch ist und bleibt die Catania von Schachenmayr.
Preislich liegt das Knäuel (50gr.) bei 2,10€ - 2,59€.
Wer nicht soviel für den Anfang ausgeben mag, kann natürlich auch auf Acrylwolle zurück greifen, auch damit könnt ihr alles oben genannte häkeln. Keine Angst, nicht jedes Acrylgarn kratzt manches aber schon,daher am Besten im Laden den Fühltest machen solltet ihr bspw einen Schal häkeln wollen! Die Bravo ebenfalls von Schachenmayr nutze ich sehr gerne speziell für Amigurumis. 50 gr. kosten nur 1,25€ - 1,45€  

Ziemlich oft kommt die Frage auf , wo ich meine Wolle bestelle. Ganz ehrlich, um alle Shops aufzuzählen Wollsüchtige säße ich noch bis morgen hier *lach . Aber gerade die oben genannten Garne bestelle ich sehr gerne bei Wolleplatz.de, Buttinette.de oder wenn es mal schnell gehen muss bei uns in der Stadt im Kaufhof.

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2. Häkelnadeln 

Ganz wichtig, besorgt euch eine gute Nadel, nichts ist frustrierender als schlechtes Werkzeug! 20 Häkelnadeln im Set für umgerechnet 5€ via Ebay aus China? Klingt verlockend aber lasst es, die machen nicht glücklich!
Es gibt Häkelnadeln als Set zu kaufen oder aber auch einzeln. Wollt ihr euch erst einmal nur dran versuchen, kauft vorerst nur eine Nadel, später könnt ihr dann ja immernoch aufstocken. Ich finde eine Häkelnadel in der Größe 3,00mm ist perfekt für den Anfang.
Es gibt unzählig viel Sorten von Häkelnadeln und jeder hat da seine eigenen Vorlieben. Häkelte ich früher nur mit einfachen Stahlnadeln, so komme ich heute damit kaum noch klar. Ich mag die Nadeln mit Soft Griff am meisten , wichtig ist aber, dass die Nadel bis zum Haltegriffende durchläuft und nicht schon kurz nach Anfang des Griffes verklebt ist das führt nämlich sonst irgendwann zum Abrechen der Nadel vom Griff; sehr frustrierend wenn man zB fast fertig ist mit dem Häkelstück und dann sowas passiert
Meine Favoriten, auch gerne liebevoll Diamanten der Häkelnadeln von mir genannt:
Die Tulip Etimo (
findet ihr hin und wieder günstig auf Amazon oder Ebay) und die Clover Amour Nadeln

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3. Schere, Watte & Co 
  


Eine Schere braucht ihr natürlich auch, ganz egal ob groß oder klein, hauptsache sie ist scharf!

Maschenmakierer sind kein Muss (ein Faden in einer anderen Farbe geht auch), aber auf jeden Fall solltet ihr eure Rundenanfänge makieren! Erstaunlicherweise werde ich ziemlich oft gefragt, womit ich meine Püppchen und Co stopfe. Das ist kein Geheimnis, es ist ganz normale Füllwatte. Lange, lange Zeit nutze ich die Füllung alter Kissen mein Name ist Anja und ich  litt bis vor einiger Zeit an Sofakissenkaufsucht
Mittlerweile kaufe ich aber aufgrund Sofakissenmangel Füllwatte im Bastelgeschäft oder gleich kiloweise bei Ebay.
Spezielle Wollnadeln braucht ihr zum Fäden vernähen oder aber auch um Teile zusammen- oder anzunähen. Ob diese aus Plastik oder Stahl sind, bleibt euch überlassen. Ich wechsle da immer ab.

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4. Augen und Nasen
Wer Amigurumis (Puppen, Kuscheltiere etc) häkelt, möchte diesen auch bestimmt ein freundliches Gesicht verpassen.
Sicherheitsaugen/Nasen gibt es in allen erdenklichen Farben, Größen und Formen. Sie werden im Inneren des Häkelstücks mit einer Plastikkappe verschlossen.
Vorsicht! Sicherheitsaugen und Nasen haben zwar das Wort Sicherheit in sich, Kuscheltiere damit, sollten aber keinem Kind unter 3 Jahren ohne Aufsicht gegeben werden, da auch diese sich mal lösen können. 
Natürlich könnt ihr die Augen auch aufsticken, Wackelaugen ankleben, oder Augen aus Filz annähen oder kleben. 
 

Meine Augen und Nasen bestelle ich persönlich immer im aus dem Ausland (HIER zum Beispiel) , da ich viel davon benötige lohnt sich das für micht und ist auch bedeutend günstiger.
Ihr bekommt sie aber auch im Bastelladen eures Vertrauens oder auf Ebay oder Dawanda.

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So Ihr Lieben, das war es nun erst einmal. In Teil 2 der ganz bald online kommt, erzähle ich euch welches Material ihr noch für eure Amigurumis nutzen könnt und welche Möglichkeiten es gibt (Bücher , Videos etc) um sich das Häkeln selbst beizubringen.
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Alles Liebe eure Madame Fux